Peter Maria W. Die Melodie der Schatten

Dieses Buch spielt sich in Schottland im Jahr 1837 ab. 

Lady Fiona Hemmingtons Mutter ist vor einem Jahr gestorben, weswegen sie nun bei ihrer Tante leben soll. Doch auf dem Weg von Edinburgh nach Inverness wird nachts die Kutsche überfallen. Der Kutscher, Fionas Tante und der Anwalt der Familie werden getötet und verbrannt. Nur Fiona kann fliehen und erreicht ein altes Herrenhaus. 

Fiona wird dort bleiben müssen, bis ihr Vater sie abholen kommt. Thirstan Manor und der Besitzer Aidan sind Fiona echt unheimlich. Auch was sie von der Magd Elspeth und im Dorf über das Herrenhaus erfährt beunruhigt sie sehr. Außerdem hört sie Stimmen und sieht immer wieder eine schwarze Gestalt. Was geschieht nur in dem alten Gebäude? 

Wir Leser haben den klaren Vorteil auch aus Sicht des Laird zu lesen. Er kennt Fiona, doch woher bleibt auch uns sehr, sehr lange verborgen. Wir erfahren nur, dass Aidan Fionas Vater keineswegs verständigt. Doch was bewegt ihn dazu. Es gibt sehr viele Geheimnisse rund um Aidan, die wir wie in einem Puzzle nur Stück für Stück erfahren. 

Ich kann Fionas Unruhe sehr gut verstehen, denn es gibt gruselige Geschichten um Thirstan Manor. Sie kann aber auch von Aidan nichts erfahren. Der Mann ist so reserviert und zurückhaltend. Doch sie gibt nicht auf. Sie will den Geheimnissen auf die Spur kommen. Doch was wird sie alles erfahren?

Die Autorin hat hier einen spannenden Roman geschrieben, der mich dazu gebracht hat, zu überlegen, was denn die Hintergründe für Aidans Verhalten sind. Ich muss gestehen, dass einiges davon wirklich unerwartet war, was dazu führte, dass es immer spannend blieb. Allerdings fand ich es zwischendurch mal etwas langatmig. Das hat sich aber wieder geändert und dann war richtig was los! 

Die Autorin hat die schottische Landschaft übrigens wirklich toll beschrieben. Ich hatte sie vor Augen und wäre gerne dort gewesen. 

Außerdem hat sie den Unterschied zwischen Fionas reichem Elternhaus und dem spartanischen Thirstan Manor sehr gut aufgezeigt. Für Fiona war das zwar eine Umstellung, aber die junge Frau ist sehr beherzt an die Sache herangegangen und sich auch nicht gescheut, selbst mit anzupacken. 

Mir hat das Buch wirklich gefallen, allerdings fand ich "Die Festung am Rhein" noch besser. (Alex G.)

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