Copywrite: Mörderischer Erfolg

 

Die Autorin Helen Harper wurde mit aufgeschnittenen Pulsadern in ihrem Arbeitszimmer aufgefunden. Der Fall geht an Annette Thomas und ihr Team. Neu im Team ist Tom Erkelenz, der vorher beim SEK war und dort nach einem Unfall ausgeschieden ist. 

Eine der Verdächtigen ist Claudia Kramer. Auch sie ist Autorin. Verdächtig ist sie, weil sie Helen Harper eine böse Email geschrieben hat, in der sie sie beschuldigt ihr Buch kopiert zu haben. 

Wir lesen jedoch nicht nur aus der Perspektive von Tom, sondern auch aus Sicht von Claudia. Sie hat ihren Beruf aufgegeben, um sich um ihre beiden Neffen zu kümmern. Nach dem Tod von Helen passieren seltsame Dinge. Jemand postet Kommentare im Internet unter dem Beitrag zu Helens Tod mit ihrem Account. Böse Kommentare! Claudia kann sie nicht löschen. Außerdem steht auf einmal ein alter, verwirrter Mann in ihrer Wohnung. Das alles macht ihr Angst. Ich kann sie gut verstehen. Alleinerziehend mit zwei Kindern hat sie es eh nicht einfach. 

Im Gegensatz zu Annette glaubt Tom an Claudias Unschuld. Irgendwas ist an ihr, das ihn fasziniert. Doch die Beweise gegen Claudia verdichten sich. Doch kann sich Tom so sehr irren? 

Tom ist ein Ermittler, der sich erst richtig einarbeiten muss. Seine Chefin macht ihm das nicht unbedingt leicht. Sie ist eindeutig diejenige, die das Sagen hat und lässt ihn das auch spüren. Doch so leicht lässt er sich nicht einschüchtern. Er will Claudia helfen, doch tut er da auch das Richtige. 

Was der Grund dafür ist, dass Claudia so zurück gezogen lebt, erfahren wir erst relativ spät. Sie jemand den man leicht aus der Bahn werfen kann. Sie hat außerdem sehr damit zu kämpfen, dass eine wirklich bekannte Autorin einfach ihr Buch kopiert hat und sie selbst damit keinen Erfolg hat. 

Ich finde die Story toll und die Autorin hat es mit ihrem lebendigen Schreibstil geschafft, dass ich mich sowohl in Tom als auch in Claudia hinein versetzen konnte. Ich habe richtig mit Claudia mitgefiebert. Einige unerwartete Wendungen haben erreicht, dass es spannend blieb bis zum Schluss. 

Das Cover mit der altmodischen Schreibmaschine finde ich übrigens sehr schön. Auch wenn heutzutage wohl kaum noch ein Autor sein Buch auf so einer Schreibmaschine tippt. 
Für mich ein gelungenes Debüt der Autorin. (Alex G.)