Wenn kleine Engel schlafen


Die Leiche eines kleinen Mädchens wird gefunden. Sie ist in einem weißen Totenhemd mit Blumen im Haar und einer Lilie in den Händen wunderschön "aufgebahrt".

Doch bei den Untersuchungen stellt sich heraus, dass die Kleine über lange Zeit schwer missbraucht wurde. Für Paul Anderlech und sein Team eine wirklich schwierige Aufgabe. 

Das tote Mädchen wird jedoch in ihrer Gegend nicht vermisst. Pathologin Sonja, Pauls Frau, findet heraus, dass sie russischer Abstammung sein müsste. Auch Pauls Tochter Victoria, die ihr Kriminalistikstudium inzwischen abgeschlossen hat, unterstützt die Ermittler. Sie kann wirklich wichtige Hinweise durch ihr Profil geben. 

Erst nach einem Aufruf im Fernsehen erfahren Paul und sein Team, dass das Mädchen Anna heißt und in Patrick, einem Team-Mitglied, erhärtet sich ein Verdacht, dass alles mit der russischen Mafia zusammen hängt. 

Patrick wagt einen Alleingang und begibt sich in große Gefahr. Er hat ein Geheimnis, das niemand kennt außer der Chef Viktor Prahl. Ob dieses Geheimnis nun für Patrick ein Vor- oder doch eher ein Nachteil ist, wird sich erst noch zeigen. Prahl macht dieses Geheimnis jedoch echt großes Kopfzerbrechen. 

Auch für die Kollegen ist dieser Fall kein Zuckerschlecken. So wie das Kind zugerichtet wurde und leiden musste, ist das für sie alle auch eine psychische Belastung und sie wollen diesen Fall unbedingt lösen. 


Auch wenn nicht bis ins Detail beschrieben wird, was die kleine Anna erleiden musste, so hatte ich doch beim Lesen des öfteren eine grausige Gänsehaut! Ich kann gut verstehen, dass dieser Fall den Ermittlern total unter die Haut gegangen ist und sie diesen Fall lösen wollen, egal wie gefährlich es auch wird. 

Paul beisst sich mal wieder fest. Auch wenn privat grad einiges passiert, lässt dieser Fall ihn nicht los. Er muss dieser Sache einfach auf den Grund gehen. Seine oft etwas mürrische Art bringt ihn auch in diesem Buch in Situationen, die für ihn so nicht vorgesehen waren und er eigentlich auch nicht so wollte. Doch er ist auch ein einsichtiger Mann, der sich für Fehler entschuldigt. Das finde ich eine echt gute Seite an ihm. 

Seine Tochter Viktoria ist dabei für ihn so etwas wie eine ausgleichende Waage. Sie weiß inzwischen, wie sie ihn nehmen muss und bringt dadurch immer wieder Ruhe ins Geschehen. 

Ich finde es toll, dass auch Lisa aus dem ersten Teil der Reihe immer noch ihren Part hat. Ihre Freundschaft zu Paul, Richard und auch Viktoria spielt auch in diesem Buch eine relativ große Rolle und sorgt für einigen Trubel. 


Dieser Teil der Reihe hat für mich von Traurigkeit, Entsetzen, Freude, Wut, Mitgefühl und noch viele weitere Formen des Empfindens alles parat gehabt. Ein echt heftiger Strudel der Gefühle. 

Auch wenn  mich die Geschichte um Anna heftig mitgenommen hat, kann ich das Buch wirklich empfehlen. (Alex G.)