Hansens Vermächtnis

 

Dieses Mal wird Pepe Socz gerufen, weil aus einer Wohnung unangenehme Gerüche kommen und der Mieter schon eine Weile nicht mehr gesehen wurde. Pepe findet in der Wohnung den Toten Emil Hansen. Doch er ist nicht einfach gestorben, sondern wurde getötet. Bei der Durchsuchung der Wohnung findet er ein Testament, in dem ein Oskar Schwab begünstigt ist. 
Als Pepe ihn aufsucht, findet er auch diesen tot in einem Sessel sitzend. Wurde auch Oskar getötet? Hängen die beiden Fälle zusammen? 
Bei ihren Ermittlungen stolpern Pepe und seine Kollegin Bintje Hoop über einiges, das schon in der Vergangenheit passiert ist. Doch hängt das auch wirklich mit dem Mord an Emil Hansen zusammen? 
Außerdem streiten sich schon die Verwandten von Emil und Oskar über das Erbe. Emil besaß nämlich ein Sparbuch mit über 90 000 Euro. Aber wer ist denn nun früher gestorben? Oder gibt es gar kein Anrecht auf das Geld, weil es aus einem Verbrechen stammt? 

Pepe, Bintje und ihr Vorgesetzter Jan haben einiges zu klären. Dabei ergänzen sich alle drei toll. Pepe ist ja eher der Typ, der schnell nach vorne prescht. Wohingegen Bintje eine ruhige, feinfühlige Ermittlerin ist. Wenn es um Details geht, dann ist Jan der Richtige, der auch mal noch am Telefon etwas aus den Leuten heraus kitzeln kann. 
Auch wenn die drei Dinge herausfinden, die schon bald fünf Jahre zurückliegen, lassen sie nicht locker. Auch noch so feine Puzzlearbeit kann sie nicht abschrecken. Sie beißen sich regelrecht fest. 
Gut dass Pepe seine klassische Musik und Bintje ihre Kinder zum Abschalten hat, denn immer nur verbissen bringt die beiden nicht weiter. Das tun aber immer wieder die Weisheiten aus Bintjes Glückskeksen. Pepe belächelt diese Leidenschaft von Bintje ja immer etwas. 
Am Ende des Buches wird übrigens aufgeklärt, warum die beiden Ermittler ab Teil drei in Frankfurt ermitteln. Darüber habe ich mich ja etwas gewundert, da ich schon einige Teile in Frankfurt gelesen habe. Dankeschön für die Aufklärung! 

Den Schreibstil von Dietmar Cuntz finde ich übrigens sehr flüssig und spannend. Er hat keine blutrünstigen Morde nötig, um Spannung aufzubauen und zu halten. 
Allerdings haben mir die kapitellangen Absätze nicht gefallen. Die Kapitel sind allerdings recht kurz, was das wieder etwas ausgleicht. 

Alles in allem ein interessanter und spannender Krimi aus der Mainhattan-Reihe. (Alex G.)

Unfallflucht

 

In Emden wird am Abend die zwölfjährige Anna Koon angefahren. Der Unfallverursacher fährt einfach weiter. Die Fahrerin des nach kommenden Fahrzeugs ruft den Notarzt. Die kleine Anna liegt im Koma und kann keine Aussage machen. Jan Poort und seine neue Kollegin Nola Ennen bekommen von Zeugen jedoch den Hinweis, dass das Auto ein Frankfurter Kennzeichen hatte. 


Natürlich bittet Jan seine ehemaligen Kollegen Pepe Socz und Bintje Hoop um Hilfe. Die beiden können die Suche nach dem Fahrzeug auf drei eingrenzen. Doch herauszufinden, welches der drei Autos am Unfall beteiligt war, ist gar nicht so einfach. Dabei ist auch keine Hilfe, dass ein Fahrzeug bereits verschrottet wurde und einer der Fahrzeughalter dement ist und nicht mal weiß, wo sein Fahrzeug überhaupt steht. 


Doch all dies kann weder Pepe und Bintje, noch Jan und Nola aufhalten. Auch wenn Jan gesundheitlich sehr ein gebremst wird, gibt er nicht auf. Es kann doch nicht angehen, dass der Fahrer einfach so davon kommt! 
Bintje bringt mit ihren Glückskeksen wieder etwas Schwung in die Ermittlungen und wir erfahren auch einiges über die neue Kollegin in Emden. Das Kleeblatt ergänzt sich perfekt. Was man in Emden nicht erledigen kann, versuchen Pepe und Bintje zu ermitteln und umgekehrt. Ein perfektes Zusammenspiel der vier Ermittler. 

Ich hatte wieder viel Spaß beim Lesen. Und da dieses Mal ein Kind verwickelt war, habe ich noch schneller gelesen.  (Alex G.)

Ein Krimi, der kein Blut braucht, um von der ersten Seite an schon spannend zu sein und bis zum Ende auch zu bleiben!

Messepartner

 

“Messepartner” ist der neunte Teil der Mainhattan-Reihe von Dietmar Cuntz. 


Auf einer Bank wird ein Toter gefunden. Nach der Obduktion stellt sich heraus, dass es Tabletten waren, die den Tod verursacht haben. Da kein Abschiedsbrief gefunden wird, zweifelt Pepe Socz daran, dass es sich um einen Selbstmord handelt. 


Bei den Ermittlungen stolpern Pepe und seine Kollegin Bintje Hoop über einen weiteren Toten. Ebenso wie Norbert Kaufmann starb auch Anton Volk an einer Überdosis Tabletten. Es wurden jedoch keine Ermittlungen angestellt, da auch dies als Selbstmord eingestuft wurde. Da Kaufmann und Volk Geschäftspartner waren lässt Pepe nicht locker. 
Spuren sind schwer zu finden. Anton Volk starb in einem Hotelzimmer, das schon von mehreren Gästen wieder bezogen wurde. Eventuell könnte ein Zimmermädchen Hinweise geben, doch das ist spurlos verschwunden. 
Eine Spur führt die beiden Ermittler nach Ostende an der belgischen Küste. Doch werden sie dort den Fall auch lösen können? 

Dieser Fall ist wirklich nicht leicht zu lösen, wenn man immer nur kleine Krumen finden kann und Beweise so gut wie nicht vorhanden sind. 
Selbst Bintjes Glückskekse sind ihr diesmal keine große Hilfe. Langsam fängt sie an den Weisheiten an zu zweifeln. 
Bei Pepe ist auch einiges in seinem Privatleben los. Auch das zehrt an seinen Nerven. Es ist nicht einfach für die Probleme Lösungen zu finden. 
Doch sowohl beruflich als auch privat, gibt Pepe nicht auf. 
Ich finde es übrigens auch sehr interessant wie in Pepes Privatleben auf die diversen Probleme hingewiesen wird, die bei Ralf, dem Sohn von Pepes Lebensgefährtin Lea, durch seine Behinderung entstehen. Die Probleme ändern sich durch das Erwachsen werden von Ralf von Buch zu Buch und die Aufgaben von Pepe und Lea ändern sich mit. 

Mir hat auch dieser Teil der Mainhattan-Reihe sehr gut gefallen. Ein Krimi braucht kein Blut, um spannend zu sein. (Alex G.)