“Elayne - Rabenherz” Band 2


Nachdem Elaynes Vater sie böse hintergangen hat und sie selbst einen kleinen Sohn geboren hat, beschließt sie Corbenic und ihren Vater zu verlassen. Der Stallknecht Liam ist ihr treu ergeben und ein Freund und macht sich mit ihr und ihrem Sohn Galahad zusammen auf die Reise. Diese Reise ist sehr beschwerlich und mit Gefahren verbunden, die sie meistern müssen. 

Letztendlich landen sie am Hof von König Artus. Doch Elayne gibt sich nicht zu erkennen, sondern nimmt die Stelle einer Dienstmagd an. Sie will erst ihren Barden finden und ihm sagen, dass er einen Sohn hat. Doch dieser ist nicht am Hof, da er bei einem Kampf in Astelot schwer verletzt wurde. 

König Artus und Königin Gwenwhyfer schließen Elayne in ihr Herz und führen auch politische Gespräche mit ihr. So erfährt Elayne, wie wichtig Corbenic für das britannische Reich ist und dessen Führung. Doch werden ihr Artus und seine Frau auch noch vertrauen, wenn sie von ihrer Lüge erfahren und dann wissen, wer sie wirklich ist? Und wie wird Galahads Vater reagieren, wenn er erfährt, dass er einen Sohn hat? 

Ich habe dieses Buch ebenso verschlungen, wie den ersten Teil. Elayne muss wirklich viel überstehen, um an ihr Ziel zu kommen, sei es Gefangenschaft, Überfälle oder eine schwere Krankheit, sie gibt einfach nicht auf. Ich bewundere ihren Mut und ihre Tatkraft. Als Königstochter hätte sie es sicher nicht nötig in einer Küche zu arbeiten, aber sie ist sich für nichts zu schade. Respekt! 

Der Einblick in die Tafelrunde und die Ränke, die im Hintergrund geschmiedet werden fand ich sehr interessant. Ich habe mich bisher nie genauer mit Artus beschäftigt, deswegen kann ich nicht sagen, inwieweit hier die Recherche ging. Es sind jedoch so wichtige Personen wie Morgaine, Sir Lancelot und Co vertreten. Auch über Avalon und Merlin wird des öfteren erzählt. Also gehe ich davon aus, dass die Autorin sich mit der Geschichte befasst hat. 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin sehr gespannt auf den dritten Teil und darauf, ob es Elayne gelingt eine Prophezeiung zu überlisten. 

Eines muss ich noch kurz anmerken 😊 wenn ihr das Buch gelesen habt, dann lest auch die Danksagung. Denn diese Danksagung kommt wirklich von Herzen, das spürt man, und hat mich sogar zum Schmunzeln gebracht (Alex G.)

Elayne - Rabenkind” 

Elayne lebt auf Burg Corbenic. Ihr Vater König Pelles von Corbenic ist seit dem Tod ihrer Mutter nicht mehr derselbe Mensch, den sie von früher kennt. Durch Zufall erfährt sie davon, dass ihre Mutter vor ihrem Tod eine Vision hatte. Diese besagt, dass Elayne den größten Helden aller Zeiten zur Welt bringen wird. Das ist der Grund dafür, dass ihr Vater noch zu keiner Heirat für sie eingewilligt hat. 

Elayne findet ihr Leben langweilig. Doch dann taucht eines Tages der Barde Galahad auf. Da er nicht nur Harfe spielen und singen kann, sondern sich auch als Hilfe im Stall und sonst auf der Burg erweist, wird er gebeten über den Winter auf der Burg zu bleiben. Es wird wieder lebendiger auf der Burg. 

Doch niemand weiß, dass Galahad auf der Suche nach einem Geheimnis auf Burg Corbenic ist. Was sucht er denn da? 

Elayne und Galahad kommen sich näher. Doch eine Verbindung zwischen einem Barden und einer Prinzessin ist nicht möglich. Oder vielleicht doch? 

Ich fand das Buch wirklich toll. Dieser Ausflug in die Zeit von König Artus war wirklich sehr interessant. Es gibt immer wieder auch interessante Fakten zu Artus. Auch Königin Morgain ist kurz zu Besuch auf Burg Corbenic. 

Elayne lebt auf der Burg wirklich ein tristes und einsames Leben. Ihre Freundin Veneva hat geheiratet und lebt auch nicht mehr auf der Burg. Einzig ihre Ziehmutter Brisen ist eine Bezugsperson für sie. Da ist es für mich kein Wunder, dass der Barde Galahad für sie so interessant ist. 

Galahad hat für einen Barden sehr viele Fähigkeiten. Er kann gut mit Pferden umgehen und auch mit Waffen. Ungewöhnlich für einen Barden. Dass er auf Burg Corbenic nach einem Geheimnis sucht, wissen nur wir Leser, da das Buch teilweise auch aus seiner Sicht geschrieben ist. Dadurch sind wir klar im Vorteil gegenüber den Bewohnern der Burg. 

Was ich auch sehr interessant fand, ist dass die Bewohner der Burg, obwohl sie eigentlich dem christlichen Glauben angehören, dennoch auch noch keltische Rituale durchführen. Doppelt gemoppelt hält besser….. 

Ich fand dieses Buch toll. Es war zwar ein Ausflug in die Vergangenheit, aber der Schreibstil ist modern und erfrischend. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und warte jetzt ungeduldig auf den zweiten Teil, denn ich möchte wissen, wie es mit Elayne weitergeht.  (Alex G.)