Die Suche nach dem Schattendorf

 

Ludmilla ist in Eldrid, um den Schatten Godal an sich zu binden und ihrer Großmutter Mina zurück zu bringen. 

In Eldrid gibt es echt richtige Probleme. Einer der Spiegelwächter hat seinen Schatten verloren. Uri, der mächtigste der Spiegelwächter ist entkräftet. Die Berggeister sind erwacht und letztendlich kann sich der in eine Höhle verbannte Spiegelwächter Zamir befreien. Er will die Macht über Eldrid erlangen und das Licht daraus verdrängen. Doch noch ist er nicht am Ziel. 

Während Ludmilla versucht den Schatten ihrer Oma zu finden, kämpft diese in der realen Welt mit dem Spiegelbild von Ludmilla. Dieses macht Mina echt zu schaffen, denn es hat einen eigenen Kopf. Außerdem will Taranee durch Minas Spiegel seinen Enkel nach Eldrid schicken. Auch Taranee hat seinen Schatten verloren und sein Enkel Vince soll ihn wieder beschaffen. Doch sein Spiegel funktioniert nicht mehr. Deswegen muss er einen anderen Weg finden, ihn dorthin zu schicken. Doch Mina will das mit allen Mitteln verhindern. Wenn das mal nur so einfach wäre. 

Annina Safran ist es wieder einmal gelungen, mich in eine andere Welt zu entführen. Sie hat hier die perfekte Mischung aus dem realen Leben mit Mina und der Fantasiewelt, in der Ludmilla ihren Weg geht. 

Die Charaktere sind sehr lebendig und einige sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Da sind zb der Unsichtbare Eneaz und Lando, der Formwandler. Beide begleiten Ludmilla auf der Suche nach dem Schattendorf, in dem sie Godal vermuten. 

Mina ist eine tolle Frau, auch wenn sie schon in die Jahre gekommen ist. Das heißt nicht, dass sie klein beigibt. Sie gibt noch immer ihr Bestes. Auch Arndt Solar, der ihr zur Seite steht finde ich sehr sympathisch, auch wenn er sich einen unverzeihlichen Fehler erlaubt hat. Er versucht es wieder gut zu machen. 

Natürlich gibt es auch böse Charaktere, wie Zamir oder Taranee. Aber was wäre das Buch langweilig, wenn es sie nicht gäbe, deswegen sind sie von mir geduldet 😉

Der Schreibstil ist herrlich erfrischend. Es gab einige Situationen, in denen ich einfach vor mich hingegrinst habe. Die Autorin beschreibt die Szenen und Charaktere so rund, dass ich alles vor mir sehen konnte und mich fühlte, als wäre ich Teil des Geschehens. 

Das Ende ist, wie auch schon der erste Teil, offen. Ich hoffe sehr, dass die Geschichte weiter geht, auch wenn das wieder langes Warten bedeutet…. 

Für mich ein gelungener Fantasy Roman, der aber auch seinen Part in der realen Welt hat. (Alex G.)