Das Herz der Sidhe

 

ist der zweite Teil einer Dilogie. Dieses Buch kann man aber auch sehr gut lesen, ohne den ersten zu kennen! 

 

Flora erfährt an ihrem 25. Geburtstag von ihren beiden Onkeln, dass sie eine Sidhe - eine irische Fee - sein soll. An diesem Tag muss sie sich entscheiden, ob sie diese Fee sein möchte oder nicht. 

 

Flora ist damit vollkommen überfordert. Sie denkt ihre Onkel sind verrückt. Doch dann taucht Theo in ihrer Wohnung auf, der unbemerkt das Gespräch zwischen Flora und ihren Onkeln mit angehört hat.

 

Da die beiden Männer erwähnt haben, dass es keine Mitwisser geben darf, fürchte er von den beiden getötet zu werden. 

 

Flora und er fliehen. Die Frage ist nur, wohin? 

Irgendwie fallen ihr aber immer mehr Dinge ein, die schon irgendwie komisch sind bzw waren in ihrem Leben. Ist doch was dran an der ganzen Sache? 

 

Sabrina Schuh hat mich von der ersten Seite an gefesselt und mich auf diese Flucht mitgenommen. 

Für mich ist diese Flucht übrigens sehr verständlich. Jetzt mal ehrlich, wer würde keine Panik schieben, wenn er sowas hört. Die Polizei würde einen auch für verrückt erklären. Also bleibt nur die Flucht…. 

Ich kann sowohl die Ängste von Flora, als auch die von Theo verstehen. Da das Buch aus beiden Perspektiven geschrieben ist, kann man sich wunderbar in beide hinein versetzen. Das hat die Autorin wirklich gut hinbekommen. 
Der Schreibstil ist flüssig und sehr lebendig, so dass sich das Buch echt schnell liest.  )

Ich muss jetzt auch mal erwähnen, dass der Zeilengold Verlag das Buch mit viel Liebe zum Detail in der Gestaltung ausgeführt hat. Auf jeder Seite sind Rosenstengel, die am Kapitellanfang dann in einer erblühten Rose enden. Ich finde das sehr schön. Was Rosen mit der Geschichte zu tun haben, erfahrt ihr im Buch. 

Für mich ein kurzer, knackiger Roman mit Fantasynote.  (Alex G.)

Unter pinken Sternen

 

Die Autorin erzählt uns die Geschichte von Silke Hofmeister. Von einem Moment auf den anderen fällt sie vom gerade höchsten Punkt ihrer Karriere als Modedesignerin ins Nichts.
Nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, verliert sie aufgrund ihrer Trauer auch noch ihren Job. Aber das ist noch nicht alles: sie hat auch keine Wohnung mehr. Das Erbe ihrer Eltern musste sie wegen deren Schulden ausschlagen.
Doch wo soll sie nun hin. In Berlin hat sie keine Freunde, da sie noch nicht lange dort lebt. Die Kosten für die Beerdigung haben alles Geld aufgefressen. Vom Arbeitsamt bekommt sie kein Geld, weil sie gekündigt wurde. Sie hat nichts mehr, außer den Kleidern am Leib und zwei Taschen.
Silke sieht sich vor Problemen, über die sonst kein Mensch nachdenkt. Wer fragt sich schon, wo man kostenlos eine Toilette benutzen kann?
Als sie nicht mehr weiter weiß, sucht sie eine Wärmestube auf. Dort bekommt man wenigstens etwas zu Essen, zu trinken und man kann sich waschen. Außerdem kann man sich informieren, was es für Möglichkeiten gibt. Doch mehr als ein Rucksack und Empfehlungen, wo man eventuell sicher an Plätzen draußen schlafen kann, ist erstmal nicht drin. Außerdem muss Silke erfahren, dass sie als Frau alleine auf der Straße, den Stärkeren ausgeliefert ist. Sie muss wirklich aufpassen, wohin sie sich auf den Weg macht.

Ich bewundere Silke dafür, dass sie nicht aufgibt. Sie hat nichts und versucht die Regeln der Obdachlosen zu lernen. Es ist nicht leicht für sie, doch sie versucht sich anzupassen. Außerdem versucht sie einen Weg zu finden, um irgendwie nicht nur betteln zu müssen, sondern etwas Geld zu verdienen. Wenn das mal so einfach wäre! 


Dieses Buch ist eine Adaption des Märchens Sterntaler der Gebrüder Grimm. Und wie das Mädchen im Märchen, ist auch Silke bereit, etwas abzugeben, wenn sie dann doch etwas zu Essen hat. Sie hat einfach ein zu gutes Herz, um Nein zu sagen. Auf der Straße hilft ihr das jedoch nicht weiter. Trotzdem glaubt sie weiter an das Gute in den Menschen und muss bittere Erfahrungen machen.

 

Mich hat dieses Buch wahnsinnig berührt. Ich weiß, dass die Autorin monatelang im Milieu der Obdachlosen recherchiert hat und was sie mit diesem Buch darstellt ist die schonungslose Wahrheit.
Dieses Buch hat mich wirklich mitgenommen und es bringt mich auch, nachdem ich es jetzt schon einige Tage ausgelesen habe, immer noch zum Nachdenken. Wenn man so ein Buch liest, weiß man schlicht und einfach sogar zu schätzen, wenn man bedenkenlos einfach seine Hände waschen und in einem Bett schlafen kann. Leider vergisst man viel zu oft, wieviel sowas Wert ist!

Ich kann der Autorin nur ein Riesenkompliment für diesen tollen Roman machen, der so ein wichtiges Thema echt toll in eine Geschichte einbindet.(Alex G.)