Kranichland 

 

In der heutigen Zeit erhält Theresa von einem Anwalt die Nachricht, dass sie ein Haus in Rostock von ihrer älteren Schwester geerbt hat. Ihre Schwester ist aber schon vor langer Zeit gestorben. Auch ihre älteste Schwester Charlotte kann sich darauf keinen Reim machen. 

Als die Schwestern ihre Mutter, die mit Demenz im Pflegeheim lebt, danach fragen wollen, bekommen sie keine Antwort mehr. Ihr Vater ist schon länger gestorben. 

Seltsamerweise hat Theresa das Haus aber nicht alleine geerbt. Es geht zur Hälfte an einen Mann, von dem weder Theresa noch ihre Schwester je etwas gehört haben. 

Theresa hat inzwischen selbst eine erwachsene Tochter, Anna. Zusammen mit ihr macht sich Theresa auf die Suche nach Hinweisen. 

In diesem Buch führt uns die Autorin in DDR-Zeiten zurück. Es gibt immer einen Wechsel zwischen dem Heute und der Vergangenheit. Wir lesen die Geschichte von Elisabeth, der Mutter der Schwestern. Außerdem erfahren wir, wie schwierig es für Marlene in Ost-Berlin war. Sie hasste dieses Regime. Mit einem Vater, der bei der Stasi angestellt war, war es noch schwieriger. 

Die beiden Schwestern erfahren so viel über ihre Eltern, dass sie teilweise total überfordert sind. 

Das Cover zeigt ja zwei Frauen, die sehr unterschiedlich sind, wie Charlotte und Marlene es sind. Während Charlotte das Regime idealisiert, hasst Marlene es. Es ist sehr interessant das Leben der beiden zu verfolgen. 

Die Autorin beschreibt diese Situation sehr anschaulich, diese Kontrolle durch die Stasi oder auch, dass ein selbst gemaltes Bild für Oma, als staatsfeindlich angesehen werden konnte. 

Der Schreibstil ist sehr lebendig und nimmt einen auf eine Reise in die Vergangenheit mit. 

Wer Bücher von Lucinda Riley oder Kate Morton gerne liest, wird von diesem Buch sicher auch begeistert sein. 


Für mich ein toller Roman, der mich in DDR-Zeiten entführt hat. (Alexa G.)